November 19, 2019

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„Künstliche Intelligenz wird noch zu wenig eingesetzt“

Coesfeld – Was bringt Künstliche Intelligenz (KI) dem Mittelstand? Diese Frage stand im Mittelpunkt der jüngsten Veranstaltung beim wfc-InnovationsImpuls. Auf Einladung der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld kamen 70 Teilnehmer ins Pictorius-Berufskollegs in Coesfeld.

Die Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz für den Mittelstand bietet, stellten (von links) Armin Hagemeier (wfc/ Geschäftsführer Hadoco GmbH), Dr. Jürgen Grüner (wfc), Professor Dr. Michael Bücker (FH Münster), Christian Holterhues (wfc) und Dr. Bernhard Kliem (Pictorius Berufskolleg) im Anschluss an die Technik Expo im Pictorius-Berufskolleg vor.
Foto: wfc

Was KI, insbesondere das „Machine Learning“ bedeutet, erklärte Professor Dr. Michael Bücker von der FH Münster kurz: Es sind lernende Algorithmen. „Einem normalen Computerprogramm muss man erklären, was es tun soll, ein Machine-Learning-Programm dagegen lernt anhand von Beispielen und erstellt dann Regeln selbst“, erklärte Bücker. „Diese Regeln lassen sich nutzen, um komplexe Entscheidungsprozesse zu unterstützen oder ganz zu automatisieren.“ Etwa für die Optimierung von Prozessen, eine individuelle Kundenansprache, dynamische Preisbildung anhand der Kundenvorlieben und die vorausschauende Wartung von Maschinen, die ein Signal geben, wenn ein Bauteil bald ersetzt werden muss und sich so die Zahl der Ausfälle verringern lässt.

Möglichkeiten gibt es also viele. Die Umsetzung lasse vielfach noch auf sich warten, weil Experten für das Thema fehlten, so Bücker. „Und weil bei den Unternehmen noch großer Informationsbedarf herrscht, wie sich Mensch und Maschine gegenseitig unterstützen können“, betonte wfc-Geschäftsführer Dr. Jürgen Grüner.

Genau an diesem Punkt setzt Armin Hagemeier an, der wfc-Mitarbeiter für das Projekt start.connect ist zugleich Gründer und Geschäftsführer der Hadoco GmbH. Das in Münster ansässige Start-up entwickelt KI-gestützte Lösungen, die im Kundenmanagement eingesetzt werden können. Wenn Unternehmen das Transaktionsverhalten ihrer Kunden systematisch dokumentieren und analysieren, eröffnen sich laut Hagemeier eine Menge Perspektiven. Weil es aber ab einer gewissen Größenordnung nahezu unmöglich sei, alle Kunden und Produkte zu kennen, könne der Einsatz der Künstlichen Intelligenz im Vertriebsbereich eine große Hilfe sein.

Info:
Unterstützung für den Einsatz von KI bieten derzeit zahlreiche Förderprogramme des Landes und des Bundes, darunter der Innovations- und Digitalisierungsassistent NRW“, der Digitalisierungsgutschein NRW und go-digital. Die wfc berät interessierte Unternehmen zum Thema. Kontakt: Christian Holterhues, Telefon 02594/7824025, Mail christian.holterhues@wfc-kreis-coesfeld.de.

Montag, 6. Mai 2019
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