May 20, 2019

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Vereinigte Volksbank Münster: „Mehr Gewicht in die Waagschale werfen“

Münster – Wenn alles nach Plan läuft, fusionieren 2020 die Vereinigte Volksbank Münster, die Volksbank Greven und die VR-Bank Kreis Steinfurt zur Volksbank Münsterland Nord, der größten Genossenschaftsbank im Münsterland. Was sich die Verantwortlichen von der Vereinigten Volksbank davon versprechen, haben sie jetzt im Rahmen ihres Bilanzpressegespräches für das Jahr 2018 in Münster verraten.

Wollen die Voraussetzung für weiteres Wachstum schaffen (von links): Friedhelm Beuse, Thomas Jakoby und Gerhard Bröcker
Foto: Terhörst

Der Konzentrationsprozess im Bankensektor geht auch im Münsterland weiter. „Prognosen besagen, dass es in zehn Jahren nur noch die Hälfte der Banken mit einem Drittel der Filialen geben wird“, gab Vorstandsmitglied Friedhelm Beuse zu bedenken. Angesichts wachsender Herausforderungen durch die zunehmende Bankenregulierung und die Digitalisierung suchen auch immer mehr Genossenschaftsbanken ihr Heil im Zusammenschluss. So auch die Volksbank Münster, die Volksbank Greven und die VR-Bank Kreis Steinfurt. „Mit der Fusion zur Volksbank Münsterland wollen wir das Heft des Handelns in der Hand behalten. Wenn wir nicht wollen, dass künftig in Berlin oder Frankfurt über unsere Belange entschieden wird, muss es uns gelingen, noch mehr Gewicht in die Waagschale zu werfen. Das Herz der größten Volksbank in der Region muss einfach in Münster schlagen“, stellte Vorstandssprecher Gerhard Bröcker klar.

Mit einer addierten Bilanzsumme von 6,2 Milliarden Euro, einem gemeinsamen Kundengeschäftsvolumen von 13,2 Milliarden Euro, einer Eigenkapitaldecke von rund 600 Millionen Euro, 280.000 Kunden und 1.100 Mitarbeitern wird die Volksbank Münsterland Nord in jedem Fall eine Spitzenstellung im Münsterland einnehmen. Das Risiko, als kleinerer Partner in künftige Fusionsgespräche gehen zu müssen, reduziert sich vor diesem Hintergrund erheblich: „Uns ist es lieber, dass sich andere Banken uns anschließen als umgekehrt“, verdeutlichte Bröcker, der aber auch betonte, dass es aus der neuen Volksbank Münsterland keinerlei aktive Bestrebungen in diese Richtung gebe werde.
Von der Fusion versprechen sich die Münsteraner diverse Synergien – unter anderem bei den Kosten und der Ausgestaltung zentraler Herausforderungen wie der Regulatorik oder der Digitalisierung. „Gemeinsam werden wir eine zukunftsfähige Bank für die Menschen und Unternehmen im Münsterland bleiben. So nah am Kunden, wie wir das immer waren – aber mit mehr Kompetenzen und einem breiteren Angebot“, erläuterte Vorstandsmitglied Thomas Jakoby, der dabei unter anderem auf die Eigenkapitalausstattung verwies. „Mit 600 Millionen Euro Eigenkapital werden wir künftig noch mehr Großprojekte in der Region begleiten können und wir werden auch für Kunden interessant, bei denen wir bis dato nicht zum Zuge kamen“, verdeutlichte das Vorstandsmitglied.

Dass Fusionen für die Vereinigte Volksbank Münster kein Novum sind, zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Zuletzt fusionierten die Münsteraner 2014 mit der Vereinigten Volksbank Telgte. „Seither haben sich alle relevanten Kennzahlen kontinuierlich nach oben entwickelt“, berichtete Vorstandschef Bröcker auch mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr.

2018 ist das Kundengeschäftsvolumen der Vereinigten Volksbank Münster auf 5,7 Milliarden Euro (plus 4,1 Prozent) angestiegen. Eine zentrale Säule bildete dabei nach wie vor das Kreditgeschäft, das um sechs Prozent auf 2,61 Milliarden Euro (2017: 2,46 Milliarden Euro) anzog. Wesentliche Treiber waren der private Wohnungsbau und die positive gesamtwirtschaftliche Stimmung in der Region.

Auf der Passivseite stiegen die Kundeneinlagen um 7,3 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro. Bröcker räumte allerdings ein, dass es angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen zunehmend schwerer werde, dem Vermögensverzehr entgegenzuwirken. Als Folge dieser Entwicklung haben noch mehr Kunden der Volksbank auf das nicht bilanzwirksame Vermittlungsgeschäft mit Aktien gesetzt. „2018 haben wir neue Höchstwerte bei der Vermögensverwaltung erzielt – sowohl hinsichtlich der Anzahl der betreuten Mandanten als auch beim betreuten Volumen,“ erklärte Jakoby.  

In der Summe erzielte die Volksbank Münster mit diesen Zahlen ein Ergebnis von 23,5 Millionen Euro (plus 1,8 Prozent). „Der erzielte Jahresüberschuss bietet die Möglichkeit, erneut eine Dividende auf Vorjahresniveau (Anm. d. Red.: vier Prozent) auszuschütten und die Rücklagen angemessen zu stärken,“ so Bröcker.

Montag, 18. Februar 2019
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