November 18, 2019

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Schlatter-Gruppe: Spatenstich für Neubau am Hessenweg

Münster – Die Schlatter-Gruppe Deutschland verlegt ihren Standort vom Dahlweg in Münster in das Industriegebiet am Hessenweg. Vertreter der Schlatter Deutschland GmbH, die sich auf die Herstellung von Schweiß- und Webmaschinen sowie von Maschinen zur Papierherstellung spezialisiert hat, und der beteiligten Bauunternehmen haben gemeinsam mit Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe den Spatenstich für den Neubau gesetzt.

Setzten den Spatenstich für den Neubau (von links): Oberbürgermeister Markus Lewe, Dr. Thomas Robbers (Wirtschaftsförderung Münster), Christian Terwey (Goldbeck), Ludger Feldhaus (Geschäftsführer Feldhausarchitekten), Roland Kasper (Geschäftsleiter Schlatter Industries, Schweiz) und Harald Reich (Geschäftsführer Schlatter Deutschland)
Foto: Schwietering

Der Neubau hat eine gesamte Nutzfläche von 9.200 Quadratmetern und ist damit rund 1.800 Quadratmeter kleiner als der bisherige Standort am Dahlweg. „Wir wollen mit weniger Fläche mehr machen“, erklärte Harald Reich, Geschäftsführer der Schlatter-Gruppe Deutschland. Die Fläche am bisherigen Standort sei nicht optimal genutzt, da viele Hallen verwinkelt und unübersichtlich seien. Das soll sich nun ändern.

Drei Hallenschiffe mit 4.300 Quadratmeter Fläche für Logistik, Lackieren und Montage, zwei Hallenschiffe für Teilefertigung mit 2.900 Quadratmetern sowie ein Bürogebäude mit Kantinenbereich von 2.000 Quadratmetern entstehen am neuen Standort. Die Goldbeck Nord GmbH mit Sitz in Münster wurde als Generalübernehmer mit der Errichtung des Gesamtgebäudekomplexes inklusive der Außenanlagen beauftragt und war auch an der Planung des Projektes beteiligt. Die Büroaufteilung wird als offen und modern realisiert, teilte Goldbeck mit. Ein Großteil der Arbeitsplätze wird als Open Space Arbeitsplätze eingerichtet, entsprechende Kommunikationszonen sowie kleine Räume für konzentrierte Arbeit entstehen ebenfalls im Neubau. Schlatter installiert auf der gesamten Dachfläche des Neubaus eine PV-Anlage. Damit will das Unternehmen den Strombedarf für seinen Betrieb auf dem eigenen Dach produzieren. Planung und Ausführung des Projektes liegen in den Händen von Hendrik Meier, der als Bauleiter in den kommenden Monaten täglich vor Ort sein wird.

„Der Neubau ist ein Meilenstein in der Geschichte der Schlatter-Gruppe. Er gibt uns die einmalige Chance, die Arbeitsabläufe und -prozesse zu optimieren“, bekräftigte Reich. Auch die Verdoppelung der Krantechnik soll zu diesem Ziel beitragen.  Außerdem entsteht eine neue Lackiererei mit Reinigungskabine, moderner Absaugung, Trocknungskammer und Mischanlage. „Ein weiterer Fokus liegt auf der Lagertechnik, die noch in Planung ist“, gab Reich bekannt.

14 Millionen Euro hat der Mutterkonzern Schlatter Industries mit Sitz in der Schweiz für den Neubau bereitgestellt. „Diese große Investition ist ein Vertrauensbeweis der Muttergesellschaft“, betonte Reich. „Mit dem Neubau schaffen wir gute Voraussetzungen für profitables Wachstum am Standort Münster und des Segments Weben“, verdeutlichte Roland Kasper, Geschäftsleiter der Schlatter Industries. Das Industrieunternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz hat eine Exportquote von 95 Prozent und beliefert zum Beispiel den asiatischen Markt.

Die Stadt Münster hat die Planungen der Schlatter-Gruppe unterstützt und begleitet. Oberbürgermeister Lewe freute sich: „Die große Investition ist auch ein Vertrauensbeweis gegenüber der Stadt Münster. Wir sind sehr froh, dass Schlatter vor Ort investiert und wachsen will.“

Bis Ende August will das Bauunternehmen Goldbeck mit Sitz in Bielefeld den Rohbau realisieren. Die Übergabe ist für März 2020 geplant, im Sommer 2020 will Schlatter endgültig in den Neubau ziehen.
 

Von Julia Schwietering Freitag, 5. Juli 2019
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