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FH Münster: 3,5 Millionen Euro für neues Optikzentrum

Münster/Steinfurt – Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Rahmen des Wettbewerbs „Forschungsinfrastrukturen“, mit dem vorhandene Strukturen nachhaltig und intelligent weiterentwickelt werden sollen, insgesamt 3,5 Millionen Euro für ein Optikzentrum auf dem Steinfurter Campus der Fachhochschule (FH) Münster bewilligt. Regierungspräsidentin Dorothee Feller übergab beim Neujahrsempfang der Bezirksregierung Münster die Bescheide an FH-Präsidentin Professor Dr. Ute von Lojewski.

Regierungspräsidentin Dorothee Feller (Zweite von links) übergab zwei Förderbescheide für die FH Münster an Präsidentin Professor Dr. Ute von Lojewski (Zweite von rechts). Mit ihr freuen sich die Steinfurter Landrat Dr. Klaus Effing (links) und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer (rechts).
Foto: Pressestelle Bezirksregierung Münster

„Wir haben uns dafür beworben, um in Zukunft noch besser forschen und Drittmittel einwerben zu können – und um auch im Wettbewerb mit größeren Forschungseinrichtungen bestehen zu können“, erklärte Professor Dr. Ulrich Wittrock, Sprecher des Instituts für Optische Technologien (IOT).

Durch das Optikzentrum entstehen neue Laborräume für das Institut und es stehen Personal- und Sachmittel für die Forschung zur Verfügung. Das Professorenteam des IOT forscht an Methoden zur Erzeugung, Anwendung und Manipulation von Licht, zum Beispiel für LED, Laser, Photovoltaik, die Biomedizin oder für astronomische Teleskope. Neben Wittrock vom Fachbereich Physikalische Technik werden auch noch die Professoren Dr. Thomas Jüstel, Dr. Michael Bredol und Dr. Ulrich Kynast vom Fachbereich Chemieingenieurwesen neue Labore im Optikzentrum haben.

Das Programm sieht dabei einen Umbau vor: Bereits bestehende Räumlichkeiten werden zu Laboren umfunktioniert. „Hervorzuheben ist auf jeden Fall die verbesserte Ausstattung. Wir werden zum Beispiel ein Fluoreszenzmikroskop und einen Ultrakurzpulslaser bekommen und ein Labor mit reinraumartigen Bedingungen, in dem wir auch mit extrem empfindlichen Optiken arbeiten können. Staub in der Luft beschädigt sie normalerweise“, erklärte Wittrock. Die Umbaumaßnahmen werden mit zwei Millionen Euro kofinanziert, weitere 1,5 Millionen Euro stehen für Personal und eine verbesserte Geräteausstattung zur Verfügung.

Gefördert wird das Vorhaben durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Die überaus komplexe Antragstellung wurde in enger Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern, der TAFH Münster und dem Dezernat Gebäudemanagement der FH Münster auf den Weg gebracht. Das Optikzentrum soll in den nächsten drei Jahren entstehen, jetzt starten zunächst die Feinplanung und die Ausschreibungen.

Montag, 21. Januar 2019
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