November 19, 2019

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European Energy Award in Gold für den Kreis Coesfeld

Kreis Coesfeld – Mit einem Ergebnis von 79,9 Prozent wurde der Kreis Coesfeld erstmals mit dem European Energy Award (eea) in Gold ausgezeichnet. Das hat der neue Unterausschuss Klimaschutz auf seiner ersten öffentlichen Tagung bekanntgegeben.

Die Mitglieder des Unterausschusses mit Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (vorne links), dem Vorsitzenden Dr. Thomas Wenning (vorne rechts), der neuen Klimaschutzmanagerin Kristin Holz (vorne) und weiteren Fachleuten der Verwaltung
Foto/Quelle: Kreis Coesfeld/Christoph Hüsing

„Mit diesem Ergebnis können wir nach der erfolgreichen Silber-Auditierung im Jahr 2016 sehr zufrieden sein“, freute sich Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. „Zukünftig gilt es, bereits gut etablierte Projekte weiter fortzuführen und neue Maßnahmen anzuschieben“, betonte der Unterausschuss-Vorsitzende Dr. Thomas Wenning (CDU).

Der Kreis Coesfeld ist einer von sechs Kreisen, die in Nordrhein-Westfalen mit dem eea-Gold ausgezeichnet sind. Wichtige Projekte waren insbesondere die intensive Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit im Bereich Klimaschutz, die Biogasaufbereitungsanlage am Standort Coesfeld-Höven oder auch die Umstellung auf regenerative Wärmeversorgung am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg.

Ein weiterer zentraler Tagesordnungspunkt war die Vorstellung der neuen Klimaschutzmanagerin Kristin Holz. Sie ist bereits seit drei Jahren bei den kreiseigenen Wirtschaftsbetrieben (WBC) und der Gesellschaft zur Förderung regenerativer Energien (GFC) tätig und hat sich dort unter anderem schwerpunktmäßig mit dem Thema Elektromobilität beschäftigt. Nun ist die 29-jährige Umweltwissenschaftlerin, die einen Master-Abschluss im Fach Boden, Gewässer, Altlasten hat, mit einem Stellenanteil in das Klimaschutzmanagement des Kreises Coesfeld gewechselt. Sie begrüßte die Ausschussmitglieder herzlich: „Ich freue mich auf eine spannende Zusammenarbeit, Ihre inhaltliche Unterstützung und vielfältige Projekte im Kreis Coesfeld.“

Große Zustimmung fand der Vorschlag, das 10.000 Euro hohe Preisgeld „Landschafft 2019“ der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft für eine spezielle Saatgutmaschine mit dem Namen „Wiesefix“ zu verwenden. Mit der Saatgutmaschine werden auf artenreichen Flächen Samen gesammelt und auf artenarmen Flächen wieder aufgebracht.

Zum Abschluss stellte Mathias Raabe aus der Kreisentwicklung die angedachten „Leuchtturmprojekte“ der Klimaschutzarbeit 2020 vor. Hierzu zählen zum Beispiel die Netzwerkarbeit über den KlimaPakt Kreis Coesfeld, die Fortführung des European Energy Awards oder auch neue Projekte im Bereich Klimafolgenanpassung. Auch die Themen betriebliches Mobilitätsmanagement und Gebäudemodernisierung sollen verstärkt angegangen werden. Weitere Leuchtturmprojekte werden in enger Abstimmung mit dem Klimaschutzmanagement durch die GFC übernommen, etwa der weitere Ausbau der einheitlichen E-Ladeinfrastruktur im Kreis Coesfeld oder auch die Ausweitung des interkommunalen E-Dienstwagenpools.
 

Donnerstag, 7. November 2019
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